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Diät für die Erde

Etwas stimmt nicht mit unserem Ernährungssystem – mit erheblichen Konsequenzen. Können wir mit Innovationen Lebensmittel produzieren, die gesund und gleichzeitig nachhaltig sind?

Diät für die Erde

Etwas stimmt nicht mit unserem Ernährungssystem – mit erheblichen Konsequenzen. Können wir mit Innovationen Lebensmittel produzieren, die gesund und gleichzeitig nachhaltig sind?

Gemeinsames Essen macht Spaß. Kein Wunder, dass #food zu den beliebtesten Hashtags in sozialen Netzwerken zählt.

Aber wie Lebensmittel wirklich auf unseren Teller kommen, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Die Mehrheit der Beschäftigten in der Landwirtschaft lebt in Armut.

Ein ungeeignetes System

800 Millionen
Menschen sind übergewichtig
821 Millionen
Menschen sind chronisch unterernährt
25 Prozent
der weltweiten Treibhausgasemissionen werden durch unser Ernährungssystem verursacht

Können Innovationen die Unterernährung beseitigen? Und können wir die Landwirtschaft widerstandsfähiger und gleichzeitig umweltverträglicher gestalten?

Würde ein Zeitreisender aus den 1950er-Jahren heute in einem westlichen Supermarkt landen, würde er seinen Augen nicht trauen: Spargel, Kirschen und Birnen ganzjährig erhältlich; mikrowellengeeignete Burger hier, Regale voller Müsli dort. Der Anblick ist beeindruckend, aber diese Fülle hat ihren Preis.

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Ganz ohne Fleisch?

Da westliche Ernährungsweisen in sich schnell entwickelnden Ländern immer beliebter werden, wächst die Nachfrage nach Fleisch. Die Menschen aber, die heute große Mengen Fleisch essen, müssen ihren Konsum drosseln, damit genügend Fleisch für alle produziert werden kann. In Afrika südlich der Sahara zum Beispiel könnten viele Menschen von dem Eiweiß und Eisen profitieren, das dem Körper durch den Verzehr von mehr Fleisch zugeführt wird.

1990 lag in China der Rindfleischkonsum pro Kopf im Durchschnitt bei nur 0,64 Kilogramm im Jahr.
Bis 2018 hat sich diese Zahl auf 3,8 Kilogramm erhöht und damit fast versechsfacht.

0.64
3.8

Für die Umwelt macht es einen großen Unterschied, ob wir unsere Proteine aus Rindfleisch oder Nüssen beziehen.
Dies sind die Durchschnittswerte für 100 Gramm von mehreren gängigen Proteinquellen.

Nüsse0,3
Tofu2
Eier4,2
Geflügel5,7
Lamm und Schaf20
Rindfleisch50
Treibhausgasemissionen (Kilogramm CO₂-Äquivalente)
Quelle: J. Poore & T. Nemecek (2018)

Die gesündesten Ernährungsweisen sind diejenigen, die am tiefsten in Geschichte und Tradition verwurzelt sind.“

Sara Roversi

Gründerin des Future Food Institute in Italien

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Pflanzliche Milch hat sich mit einer Vielzahl von Alternativen etabliert und Lebensmitteltechniker arbeiten daran, dass der Burger auf Basis von Sojaproteinen geschmacklich dem Burger aus Rindfleisch so nah wie möglich kommt.

Zum interaktiven Burger
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  • Brötchen aus Algen

    Das Brötchen besteht aus Spirulina. Das sind Mikroalgen, die mehr Proteine enthalten als ein Hot Dog.

  • Sehr gesundes Ketchup

    Umami-Geschmack ist würzig, ersetzt Zucker und Salz und verleiht diesem gesunden Ketchup seinen köstlichen Geschmack.

  • Speck auf Pilzbasis

    Es sieht aus wie Speck und schmeckt auch gut, besteht aber aus Pilzscheiben.

  • Ersatz für Cheddarkäse

    Nüsse und Soja ersetzen Cheddarkäse und verfügen über gesündere Fettsäuren.

  • Burger aus Pflanzen

    Pflanzliche Alternativen werden dem Rindfleischburger immer ähnlicher.

  • Angereichertes Gemüse

    Die Genome-Editing-Technologie CRISPR/ Cas9 ermöglicht Gemüse mit einem höheren Vitamingehalt.

  • Tomatenanbau mit pflugloser Bodenbearbeitung

    Diese Tomaten wurden auf einem unbearbeiteten Feld angebaut. Das ist besser für die Bodengesundheit.

Burger Graphic
Tap to explore

Derzeit wird daran gearbeitet, im Labor gezüchtetes Fleisch auf den Markt zu bringen – von laborgezüchteten Hähnchennuggets bis hin zu künstlichen Fischstäbchen.

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Personalisierte Ernährung als entscheidender Faktor

Es entstehen immer mehr spezialisierte Produkte und Dienstleistungen, wie beispielsweise das Omega-­3-­Index-­Testkit von BASF.
Das Kit nutzt die Trockenblut­-Technologie, um den Gehalt an Omega-­3-­Fettsäuren genau zu messen. Diese haben nachweislich viele gesundheitliche Vorteile, wie etwa das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Für die breitere Bevölkerung könnte der Wert personalisierter Ernährung darin liegen, dass sie einen neuen, überzeugenderen Weg zu einer gesunden, nachhaltigen Ernährungsweise eröffnet. „Bei personalisierter Ernährung geht es darum, zu messen, einzugreifen und eine Verhaltensänderung zu unterstützen“, sagt François Scheffler, Senior Vice President Global Human Nutrition bei BASF, Singapur.

Wenn man verlässliches Feedback zu den Auswirkungen dessen, was man isst, auf die eigene Gesundheit erhält, kann man etwas dagegen tun.“

François Scheffler

Senior Vice President, Global Human Nutrition bei BASF, Singapur

Auf einen Blick

In einer Welt, in der 800 Millionen Menschen fettleibig sind und 821 Millionen immer noch hungern, ist die Notwendigkeit einer Veränderung des Ernährungssystems offensichtlich.

BASF ist einer der führenden Treiber bei der Entwicklung eines nachhaltigeren Ernährungssystems, das weniger negative Auswirkungen auf unseren Planeten hat.

Natürlich ist das, was wir essen, nur die Hälfte der Geschichte. Die andere Hälfte betrifft die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren. Finden Sie heraus, wie sich die Landwirtschaft verändert, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

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Über Creating Chemistry

Produkte und Lösungen aus der Chemie bereichern unseren Alltag. Sie helfen dabei, Rohstoffe zu schonen, gesunde Nahrungsmittel zu produzieren und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Oft ist der Beitrag der Chemie auf den ersten Blick allerdings nicht sichtbar. Mit dem BASF-Magazin Creating Chemistry wollen wir zeigen, wie die Chemie dabei hilft, globale Herausforderungen zu meistern.

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